Am 15. September habe ich gemeinsam mit einer Gruppe den Bayern-Park besucht. In diesem Bericht möchte ich meine Erfahrungen zur Barrierefreiheit teilen, damit auch Besucherinnen und Besucher mit Einschränkungen einen Überblick bekommen.
Am 15. September habe ich gemeinsam mit einer Gruppe den Bayern-Park besucht. In diesem Bericht möchte ich meine Erfahrungen zur Barrierefreiheit teilen, damit auch Besucherinnen und Besucher mit Einschränkungen einen Überblick bekommen.
Wir haben die Tickets vor Ort gekauft, der Preis für Menschen mit Behinderung lag bei 30 €. Vorab haben wir uns informiert, welche Bereiche des Parks barrierefrei zugänglich sind und welche Attraktionen besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Bei Besuchen in Freizeitparks schaue ich mir im Vorfeld Videos über YouTube an oder lese Erfahrungsberichte, damit ich mich im Park gut orientieren kann und mich besser zurecht finde. So kann ich dann auch feststellen, welche Hilfsmittel ich im Park benötige und welche Zuhause bleiben können. Im Bayern Park der Gebrauch meines Langstocks nicht nötig.
Die Anreise verlief problemlos. Die Parkplätze waren ausreichend, inklusive barrierefreier Parkplätze direkt am Eingang. Die Wege vom Parkplatz zum Parkeingang sind gut befahrbar und auch für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer geeignet.
Der erste Eindruck des Parks war sehr positiv: Der Bayern Park wirkt gepflegt, übersichtlich und familienfreundlich. Besonders die gut sichtbare Beschilderung ist hilfreich für mich mit eingeschränkter Sehkraft. Um mir einen guten Überblick zu verschaffen, schaue ich viel hin und her, um meine Umgebung besser wahrnehmen zu können. So kann ich zum Beispiel erkennen, wie überschaubar ein Gelände ist und dann klappt das mit der Orientierung auch gut.
Bei der Achterbahn Freischütz sind die Treppen am Ein- und Ausgang schwer zu erkennen. Als sehbehinderte bzw. gesetzlich blinde Person konnte ich diese Bereiche nur mit Unterstützung meiner Begleitung sicher passieren.
Auch beim Wasser-Rafting, der Wildwasserbahn und der Sommerrodelbahn gibt es Treppen, die ohne Hilfe schwierig zu bewältigen sind. Bei der Sommerrodelbahn ist zudem das schnelle Aussteigen herausfordernd. Besonders positiv hervorheben möchte ich die hilfsbereiten Mitarbeitenden, die uns an allen schwierigen Stellen unterstützt haben.
Neben den Fahrgeschäften bieten die Tierbereiche des Parks zusätzliche Attraktionen, die gut zugänglich und sehenswert sind.
Die Gastronomiebereiche waren für mich weitgehend barrierefrei zugänglich. Da ich eine Orcam dabei hatte (Intelligente Camera in der Brille, die mir Texte vorliest, auf die ich zeige), konnte ich mir bequem die Speisen und Preise vorlesen lassen. So kam ich dann auch gut ohne Hilfe zurecht. Auch gibt es genügend Platz und ich konnte keine Stolperquellen in nächster Nähe entdecken, sodass für mich der Weg zu den Tischen komfortabel möglich war.
Wir haben die Greifvogel-Show besucht. Die Show ist gut zugänglich, und Sitzplätze für Menschen mit Einschränkungen waren klar gekennzeichnet. Besonders die Präsentation der Greifvögel war beeindruckend und eines meiner persönlichen Highlights.
Insgesamt bin ich im Bayern-Park kaum an Barrieren gestoßen, die ich nicht mit etwas Unterstützung überwinden konnte. Daher habe ich meinen Besuch dort als überwiegend barrierefrei erlebt. Schwierigkeiten bestehen jedoch bei Treppen, Steigungen, Wasserattraktionen und der Sommerrodelbahn.
Besonders hilfreich ist die Unterstützung durch die Mitarbeitenden, die jederzeit bereit sind zu helfen. Deutlich markierte Treppen oder alternative Wege könnten die Barrierefreiheit noch verbessern und den Park noch inklusiver machen.
Der Bayern-Park ist ein abwechslungsreicher und familienfreundlicher Freizeitpark mit vielen Attraktionen, Shows und Tierbereichen. Insgesamt bietet er ein rundum positives Erlebnis. Besonders gefallen haben mir die Greifvogel-Show, die Tierbereiche und die hilfsbereiten Mitarbeitenden, die den Besuch deutlich erleichtert haben.
Ich bin sehbehindert bzw. gesetzlich blind. Treppenstufen, unklare Wege und schnelles Aussteigen bei Attraktionen sind besonders problematisch für mich. Mit Unterstützung meiner Begleitung und den hilfsbereiten Mitarbeitenden konnte ich den Park sicher erkunden, allerdings bleibt die Eigenständigkeit an manchen Stellen eingeschränkt.
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