Dieser Tag ehrt die Tiere, soll aber auch über Missstände im Umgang mit ihnen aufmerksam machen. Vor allem der Mensch trägt Schuld daran, dass viele Vogelarten vor der Ausrottung stehen.
Klar, jeder kennt Vögel: sie haben Federn und einen Schnabel, legen Eier und können fliegen – die meisten zumindest. Insgesamt 23 Vogelarten zählt der Zoopark derzeit. Doch von Emu Elli und dem Graupapageien-Paar Bärbel und Bruno gibt es noch mehr zu berichten. Wir wollen den Januar 2022 nutzen, um gezielt unsere Vogelwelt in den Vordergrund zu rücken. Wir klären diesen Monat die spannenden Fragen, warum der Lachende Hans so heißt, warum Flamingos krumme Schnäbel haben, warum Aasfresser wie Geier oder Karakaras wichtig für unser Ökosystem sind und warum nicht alle Eulen nachtaktiv sind. Jeder Vogel hat seine Daseinsberechtigung, auch wenn er nicht kunterbunt wie ein Papagei ist.
Am heutigen Weltvogeltag sollte auch ein kritischer Blick auf Züchtungen geworfen werden. Denn leider stellt der Mensch nicht immer das Tierwohl an oberste Stelle, sondern seinen Ertrag oder vermeintliche Schönheitsideale. Sog. „Hochleistungsrassen“ bei den Masthühnern oder -enten werden viel zu schnell zu schwer - die Vögel können nicht einmal mehr laufen. Auch bei den Ziervögeln gibt es gezüchtete Monstrosität. Die Vögel können nicht mehr aus den Augen sehen oder ihre Schnäbel sind verkrüppelt. Diese Qualzuchten sind verboten – nur hält sich nicht jeder daran. Der Weltvogeltag ist deshalb ein wichtiger Tag, um über unsere ethische Verantwortung gegenüber unserer Vögel nachzudenken.
An dieser Stelle schauen wir noch in die Zukunft: Balistar, Vietnam-Fasan und Sonnensittiche bereichern noch in diesem Jahr, nach Erbauung der neuen Vogelvoliere, unseren Zoopark. Denn seltene Vogelarten sollen erhalten bleiben, um die Artenvielfalt zu gewährleisten.
