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30 Jahre Movie Park Germany – ein Geburtstag wie ein Blockbuster?

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Aktualisiert am: 05.Juli 2026
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30 Jahre Movie Park Germany – ein Geburtstag wie ein Blockbuster

Erlebnisbericht vom 4. Juli 2026

Dreißig Jahre Hollywood in Germany – und wir waren eingeladen, mitzufeiern. Am 4. Juli beging der Movie Park Germany in Bottrop-Kirchhellen sein großes Jubiläum, und gemeinsam mit Team-Mitglied Sven machte ich mich auf den Weg zur Geburtstagsfeier von Deutschlands größtem Film- und Freizeitpark.

Ankunft in einem vollen Park

Gegen zwölf Uhr erreichten wir den Park – und eines war sofort klar: Wir waren nicht die Einzigen, die diesen Tag nicht verpassen wollten. Der Park war den ganzen Tag über richtig voll. Besucherzahlen, von denen man sich in Bottrop wohl wünscht, sie wären Alltag. Besonders schön: Überall traf man auf Fans, die dem Park teils seit der ersten Stunde die Treue halten und heute mit ihren Kindern oder sogar Enkelkindern wiederkommen. Dazu ein Bollerwagen neben dem anderen – der Movie Park ist eben über Generationen hinweg ein Familienpark geblieben.

Bevor es losging, stärkten wir uns erst einmal in der Bäckerei: ein Brötchen, ein Schokocroissant und zwei Kaffee – ein unaufgeregter Start in einen besonderen Tag.

Fotos: Michael Töller

Journey to the Forbidden Chamber – die neue Paramount-Attraktion

Erster Programmpunkt war die Neuheit des Jubiläumsjahres: „Journey to the Forbidden Chamber”, die neue Paramount-Pictures-Attraktion, die den „Lost Temple” abgelöst hat. Mein Fazit fällt verhalten aus: Man kann sie machen, sie ist in Ordnung – aber so richtig begeistert hat sie mich nicht. Mir persönlich war es in der Attraktion schlicht zu dunkel. Die Orientierung fiel dadurch stellenweise schwer, in der Preshow ging das Licht sogar komplett aus, und auch die Lautstärke war für meinen Geschmack zu hoch. Auch das Storytelling war für mich nicht wirklich schlüssig – ich konnte der Geschichte nicht durchgängig folgen. Das sind ausdrücklich meine persönlichen Eindrücke an diesem Tag – wer es düster und intensiv mag, wird hier vermutlich glücklicher.

Black Thunder – Western-Premiere im Saloon

Weiter ging es in den Saloon in Silverspoon zur neuen Westernshow „Black Thunder”, einer der drei neuen Eigenproduktionen des Jubiläumsjahres. Traditionelle Westernmusik trifft hier auf moderne Sounds. Die Show war soweit okay – kann man sich gut anschauen, ein solider Baustein im Showprogramm des Parks.

Die Jubiläumszeremonie in Studio 7 – der emotionale Höhepunkt

Das Herzstück des Tages war für mich die offizielle Jubiläumszeremonie in Studio 7. Schon vor Beginn lief im Park Musik aus den Anfangsjahren – von der „Unendlichen Geschichte” bis zum Batman-Titelthema. Da wurden Erinnerungen an meinen ersten Besuch wach: Noch vor dem ersten Geburtstag der damaligen Warner Bros. Movie World war ich mit der Bahn angereist und habe den Park in jungen Jahren erlebt. Rund dreißig Jahre später nun also wieder hier, zur großen Geburtstagsfeier.

Das Theater war mit knapp 1.700 Gästen nahezu voll besetzt – ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie groß das Interesse am Park und seiner Geschichte ist. Geschäftsführer Thorsten Backhaus hielt eine wirklich tolle Ansprache: Er blickte auf drei bewegte Jahrzehnte zurück, von den ersten Konzepten als Warner Bros. Movie World über das Rebranding und diverse Gesellschafterwechsel bis heute – „30 Jahre wie in einer Achterbahn”, mit Finanzkrisen und Corona-Pandemie, in denen sich der Park immer wieder neu erfunden hat, ohne seine Identität als „Hollywood in Germany” zu verlieren.

Besonders berührt hat mich die Parallele zum Ruhrgebiet: So wie sich die Region von Kohle und Stahl zu einem Ort für Innovation, Kultur und Freizeit gewandelt hat, hat auch der Movie Park seinen Platz immer wieder neu definiert. Getragen wurde das alles, so Backhaus, nicht von Masterplänen, sondern vom „Schlag Mensch”, der das Ruhrgebiet auszeichnet: bodenständig, ehrlich, direkt und mit ganz viel Herz. Beeindruckend auch die Zahlen: Rund 1,4 Millionen Gäste pro Jahr – und noch in diesem Jubiläumsjahr soll die historische Marke von 40 Millionen Besuchern insgesamt fallen.

Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie vom Orchester der Dortmunder Philharmoniker, das dem Ganzen einen wunderbar festlichen Rahmen gab. Zum Abschluss gab es einen kurzen Film mit Rückblicken auf die Anfänge: die Movie-World-Ära mit Tweety, Bugs Bunny und Co. – das war sehr schön anzusehen und für viele im Saal sicher eine ähnliche Zeitreise wie für mich.

Fotos: Michael Töller

Parade of Celebration – Premiere auf dem Boulevard

Am Abend schauten wir uns die Premiere der neuen „Movie Park’s Parade of Celebration” an. Die Parade überzeugte mit schön gestalteten, filmreifen Wagen, und an die Zuschauer wurden „Celebrating”-Flaggen verteilt – eine tolle Geste, die für ordentlich Geburtstagsstimmung an der Strecke sorgte. Viele hatten dann auch mehrere Flaggen in der Hand und es ergab sich ein tolles Bild. Die Konfetti Kanonen kamen ebenfalls gut an.

Eindrücke vom Tag

Fotos: Michael Töller

Barrierefreiheit – unser Herzensthema

So schön dieser Jubiläumstag war: Beim Thema Barrierefreiheit, das uns bei jedem Parkbesuch am meisten am Herzen liegt, gibt es weiterhin einiges zu tun. Bei der Feier selbst spielte es verständlicherweise keine Rolle – an so einem Tag geht es um die Highlights, und dazu zählt die Barrierefreiheit leider noch nicht.

Konkret fiel uns auf: Im Eingangsbereich des Saloons zur Westernshow war es so dunkel, dass die Stufen kaum zu erkennen waren – ich selbst habe sie teilweise nicht gesehen, und auch andere Gäste sind gestolpert. Wenn dann viele Menschen gleichzeitig hineindrängen und niemand richtig weiß, wohin, ist das keine optimale Situation. Über die Rampe am Saloon brauchen wir gar nicht lange zu reden: Für Rollstuhlfahrer ist sie schlicht ungeeignet – in unserer kommenden großen Doku zum Thema Barrierefreiheit wird man das sehr gut sehen können.

Auch in der neuen Paramount-Attraktion zeigt sich das Problem: Es ist generell sehr dunkel, und gerade der Einstieg in die Wagen findet in nahezu völliger Dunkelheit statt. Für Menschen mit Sehbehinderung ist hier noch einiges zu tun.

Umso wertvoller waren die Gespräche, die wir im Laufe des Tages – auch backstage – mit Mitarbeitenden des Movie Parks zum Thema Barrierefreiheit führen konnten. Und hier sehen wir ein positives Weiterkommen: Es wird gemeinschaftlich daran gearbeitet, und genau dieser Dialog macht Hoffnung, dass die nächsten 30 Jahre nicht nur spektakulärer, sondern auch zugänglicher werden.

Fazit

Wir haben an diesem Tag bewusst auf das große Attraktionen-Abklappern verzichtet und stattdessen die Atmosphäre genossen – und genau das war die richtige Entscheidung. Dieser 4. Juli lebte nicht von Fahrgeschäften, sondern von der Stimmung: von Fans über Generationen hinweg, von Nostalgie in Studio 7 und von einem Park, der nach 30 Jahren voller Höhen und Tiefen selbstbewusst in eine neue Ära startet. Das Beste, so hieß es in der Ansprache, liege noch vor uns. Nach diesem Tag glauben wir das gern – und begleiten den Weg dorthin weiter kritisch und konstruktiv, mit dem Blick auf einen Park für wirklich alle.

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Michael
Ich bin Michael und der Inhaber von Freizeitpark Erlebnis. Bereits als Kind habe ich mich in einem Freizeitpark immer sehr wohl gefühlt. Meine Eltern haben mir immer ermöglicht mindestens 2 - 3 mal im Jahr einen Freizeitpark zu erkunden. Gemeinsam mit meinem Sohn habe ich diese Leidenschaft fortführen können und nun habe ich das große Glück mein Hobby zum Beruf zu machen. Durch mein tolles Team wachsen wir immer weiter und so sind auch Erlebnisse aus allen Bereichen bei uns vertreten. Das Thema Barrierefreiheit wird immer wichtiger bei uns und so lernen wir immer dazu. Danke an mein super Team und meine Eltern, die meine Leidenschaft für Freizeitparks & Erlebnisse entfacht haben.
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