Zeitreise geglückt! Am 26. Mai um 18:30 Uhr hieß es für mich im Stage Operettenhaus in Hamburg: Vorhang auf für die Musical-Adaption des Kult-Klassikers. Der erste Eindruck lässt sich in einem Wort zusammenfassen: elektrisierend.
Zeitreise geglückt! Am 26. Mai um 18:30 Uhr hieß es für mich im Stage Operettenhaus in Hamburg: Vorhang auf für die Musical-Adaption des Kult-Klassikers. Der erste Eindruck lässt sich in einem Wort zusammenfassen: elektrisierend.
Das Theater liegt direkt am Spielbudenplatz auf der Hamburger Reeperbahn – eine Adresse, die im Grunde jeder kennt und leicht findet. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist denkbar unkompliziert:
U-Bahn: Die Linie U3 bringt dich direkt zur Haltestelle St. Pauli. Von dort aus sind es nur wenige Schritte.
S-Bahn: Die Linien S1, S2 und S3 halten an der Station Reeperbahn.
Bus: Die Buslinien 16, 17 und 112 steuern ebenfalls direkt die Haltestelle St. Pauli an.
Wer mit Bus und Bahn anreist, steht praktisch sofort vor den Türen des Theaters.
Großartiges Foyer-Flair: Schon beim Betreten des Theaters wird man komplett abgeholt. Stage hat hier ein richtig gutes Rundum-Erlebnis geschaffen. Die gesamte Lobby atmet den Charme der Filme: Im Hintergrund läuft das passende Hill Valley Radio, es gibt den großen Fotospot und die thematisch gestaltete „Hill Valley Bar“, an der man seine Getränke holt. Man merkt sofort: Es geht gleich los.
Gut informierter Start: Ein echtes Highlight im Foyer sind auch die schön gestalteten Infoscreens zum Ablauf des Abends. Hier sieht man auf einen Blick alle wichtigen Zeiten und Programmpunkte – sehr übersichtlich und modern umgesetzt.
Fotospots und Fan-Highlights auf allen Ebenen: * Erdgeschoss: Hier wartet der große Haupt-Fotospot direkt im originalgetreuen DeLorean. Die Organisation vor Ort rund um die Warteschlange war zwar etwas chaotisch, aber das Anstellen lohnt sich für das Erinnerungsfoto definitiv.
Der Weg nach oben: Bereits beim Aufgang zieht ein weiteres großes Wandmotiv mit dem DeLorean die Blicke auf sich – ebenfalls ein wunderbarer Ort für ein Foto.
Obere Etage: Oben angekommen, geht das Entdecken direkt weiter. Neben der ikonischen Rathausuhr aus Hill Valley, die das Dekorationskonzept perfekt abrundet, gibt es hier noch ein echtes Highlight für Requisiten-Liebhaber zu bestaunen: Das legendäre Hoverboard ist originalgetreu in einer eigenen Vitrine ausgestellt.
Merch & Preise: Der Merch-Shop fügt sich gut ein und bietet die klassische Fanauswahl (von Caps und T-Shirts über Socken bis hin zum Fluxkompensator-Becher für 29 €). Solide, aber für mich jetzt nichts weltbewegend Neues. Die Preise für Souvenirs und Fotos muss am Ende jeder selbst für sich bewerten.
Infrastruktur & Gastro: Die Gastronomie ist typisch Stage: Von Brezeln und Popcorn über Bonbons bis hin zu Cocktails ist alles da. Sehr angenehm: Die Vorbestellung für die Pause an der Bar klappt gewohnt reibungslos.
Spannung ab der ersten Sekunde: Bevor die eigentliche Show startet, zieht einen das Bühnenbild direkt in den Bann. Herzstück des Intros ist eine riesige, tickende Uhr, die das Publikum visuell umkreist. Das baut eine enorme Spannung im Saal auf – und wenn es dann losgeht, dann geht’s auch richtig los!
Das Finale ist der absolute Wahnsinn: Was die Effekte-Schmiede hier auf die Bühne gezaubert hat, sprengt alle Erwartungen. Ganz am Ende wartet noch eine richtig fette Überraschung, die mich echt umgehauen hat – vom Effekt her einfach großartig! Mehr wird aber nicht verraten, das muss man selbst erleben. Dieser Moment brennt sich auf jeden Fall ein und speichert sich sofort im Kopf ab.
Perfektes Casting & Nostalgie: Die Besetzung überzeugt auf ganzer Linie. Philipp Büttner bringt als Marty McFly genau die richtige Portion lässige Energie mit, und Ethan Freeman steht als Doc Brown Christopher Lloyd in Sachen genialer Verrücktheit in nichts nach (unterstützt von einem großartigen Kevin Hudson als George McFly). Die Chemie stimmt, die legendären Sprüche sitzen und der elektronisch-treibende Soundtrack (inklusive „The Power of Love“ und „Earth Angel“) reißt einen komplett mit.
Abgewandelte Story: Wer ins Theater geht, sollte keine 1:1-Kopie des Films erwarten. Die Handlung wurde an einigen Stellen bewusst angepasst und ein ganzes Stück familienfreundlicher gestaltet. So wurde beispielsweise die bekannte Szene, in der Doc Brown von den Terroristen erschossen wird, komplett entschärft und in einer abgewandelten Form gelöst. Das tut dem Ganzen aber absolut keinen Abbruch.
Versteckter Zugang mit Hürden: Schon vor dem Betreten des Theaters zeigt sich das erste Problem. Der barrierefreie Zugang erfolgt über einen separaten Seiteneingang. Zwar ist das entsprechende Hinweisschild von vorne gut sichtbar, der Seitengang selbst ist jedoch extrem schwierig zu finden. Zudem muss man sich erst beim Personal anmelden, um diesen Eingang überhaupt nutzen zu können – ein Kritikpunkt, über den sich auch die betroffenen Familien vor Ort zu Recht beschwerten. Eine selbstbestimmte und unkomplizierte Ankunft sieht anders aus.
Sanitäre Anlagen: Positiv fällt auf, dass eine barrierefreie Toilette vorhanden und gut auffindbar im linken Block untergebracht ist (die regulären WCs befinden sich im rechten Block).
Sitzplätze im Vergleich: Ich selbst hatte einen absoluten Top-Platz in Reihe 10 (rechter Block, Platz 1) – von hier aus war die Sicht perfekt und das Erlebnis rundum gelungen. Ganz anders sieht es leider bei den ausgewiesenen Rollstuhlplätzen aus.
Die Rollstuhlplätze – Fluch und Segen: Die Rollstuhlplätze befinden sich ganz vorne in den Reihen 3 und 4, jeweils ganz außen auf der rechten oder linken Seite. Wie mir die Frau eines Rollstuhlfahrers in der Pause berichtete, ist der Blickwinkel durch die extreme Außenposition alles andere als optimal. Da man dort zudem extrem nah an den Boxen sitzt, wird den Betroffenen vom Service immerhin proaktiv ein Gehörschutz (Ohrstöpsel) angeboten.
Massives Manko bei der Tiefe: Ein großes Problem betrifft die Platzverhältnisse im Saal. Die Rollstuhlplätze haben praktisch dieselbe Tiefe wie die reguläre Bestuhlung. Ein etwas größerer Elektrorollstuhl blockiert dadurch unweigerlich die kompletten Reihen 3 und 4. In der Pause bedeutete das für die Begleitperson puren Stress: Sie musste den schweren E-Rollstuhl ständig vor- und zurückschieben, damit andere Gäste überhaupt rein oder raus konnten. Hier fehlt es schlichtweg an der nötigen Tiefe für eine reibungslose Nutzung.
Luft nach oben bei der Inklusion: In Sachen spezifischer Barrierefreiheit – wie Angeboten für Blinde oder Gehörlose (z. B. Audiodeskription oder Gebärdensprachdolmetscher) – ist mir vor Ort im Service oder während der Show leider nichts aufgefallen. Hier gibt es definitiv bessere Möglichkeiten und für die Zukunft noch viel Luft nach oben.
ine extrem kurzweilige, technisch beeindruckende Show, die verdammt viel Spaß macht. Auf der Bühne wird ein echtes Effekte-Feuerwerk abgebrannt und das aufwendig dekorierte Foyer nimmt einen über mehrere Ebenen mit tollen Details wie dem Hoverboard direkt mit nach Hill Valley.
Während man auf regulären Plätzen wie in Reihe 10 ein perfektes Erlebnis hat, gibt es beim Thema Barrierefreiheit von der schwierigen Auffindbarkeit des Eingangs über die Fehlplanung bei der Tiefe der Rollstuhlplätze bis hin zur allgemeinen Inklusion noch ganz erheblichen Nachbesserungsbedarf seitens Stage. Wir sind zu diesen Punkten bereits im Austausch mit Stage Entertainment, werden diese Gespräche nun intensivieren und sind sehr gespannt, inwieweit wir die Dinge hier in Zukunft gemeinsam optimieren können.
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