Unsere erste Anlaufstelle ist erst mal das Kidsmania, welches kurz nachdem Indoorspielplatz zu finden ist. Hier gibt es mehrere kleine Fahrgeschäfte vor allem für die Jüngsten. Unter anderem findet man hier eine Ballonfahrt, eine Jeepsafari, ein Mini- Freefalltower, ein Tassen – Karussell und den Affenflieger. Alles in allem Fahrgeschäfte, die man recht häufig in kleineren Freizeitparks findet. Wir merken schnell, dass dieser Bereich für unsere Jungs im Alter von 10 und 12 Jahren bis auf den Affenflieger (ein Flatride mit Gondeln, die einen in die Luft katapultieren) nicht allzu viel Interessantes bietet, weshalb wir nach austesten des Affenfliegers und dem Mini- Freefalltower dann doch auch schnell weiter ziehen. Denn die Highlights des Parks warten ja noch auf auf uns. Einen großen Vorteil, von dem ich grundsätzlich immer profitiere, ist wenn die Sonne auf unserer Seite ist. Gute Lichtverhältnisse schenkt uns nicht nur ordentlich warme Temperaturen, sondern auch mir gute Voraussetzungen zu überwiegend viel Selbstständigkeit. Meine Sonnenbrille brauche ich aber trotzdem, da es je nachdem wo man sich aufhielt immer wieder Wechsel aus Licht und Schatten gab. Dies ist immer etwas anstrengend, da meine Augen recht lange brauchen um sich an an wechselnde Lichtverhältnisse anzupassen. Auf dies kann der Park natürlich keinen großen Einfluss nehmen. Jedoch kann ich dann etwaige Stolperquellen oder Übergange manchmal nicht gut sehen. Glücklicherweise hielt sich dies insgesamt auch in Grenzen, aufpassen musste ich aber trotzdem. Die Weguntergründe wechselten, zwischen flachen Pflastersteinen, geteerten Wegen und Schotterwegen.
Kurz nach dem Kidsmania landen wir bei einem Spinning- Coaster namens Africa- Spin, der natürlich gleich ausprobiert wird. Die sich während der Fahrt drehenden Gondeln machen es zu einem spaßigen Erlebnis, bei der man sogar kurz mal die Orientierung verlieren kann. Jedoch hab ich mir während der Fahrt aufgrund der abrupten Richtungswechsel zweimal den Kopf an der Lehne gestoßen. Nicht gerade angenehm, weswegen zumindest ich es bei einer Fahrt belassen habe. Der Zustieg und Ausstieg verlief aber ohne Probleme, auch wenn man bei den Stufen immer gerne noch Kantenmarkierungen als Kontrast zum besseren Erkennen ergänzen könnte. Unser nächstes Ziel ist der 38 Meter große Freefalltower, auf den ich mich bis dahin am meisten gefreut hatte. Diesen kann man entweder als Freefalltower oder Panorama (verbleibt dann oben zum Aussicht genießen) fahren. Da es uns nach ein wenig Aktion sehnte, wählten wir natürlich den Freefalltower.
Viel erklären muss ich hierzu glaube ich nicht. Allerdings war ich im Nachhinein etwas enttäuscht, dass dieser nur gebremst “fällt”. Da hielt sich der Adrenalin Kick natürlich in Grenzen. Nachdem ich
aber gesehen habe, dass der Freefalltower bereits für Kinder ab 6 Jahre zugänglich ist, kann man den gebremsten Fall nachvollziehen.
Als nächstes wagen wir uns auf das Überschlagskarussell Papageienflug und das ist definitiv nichts für schwache Nerven. Erstmal beobachte ich ein paar Fahrten und wäge ab, ob ich das meinem Magen wirklich antun kann. Bei diesem Fahrgeschäft erwarten einen ein paar sehr verrückte Flugmanöver, deren Anblick alleine mich schon etwas zweifeln lassen, ob ich dafür nicht schon zu alt bin. Dennoch wage ich den Versuch auf den Papageienflug, denn meine Kinder wollen unbedingt, also wird nicht gekniffen. Der Zustieg ist unkompliziert, man hat Schulterbügel und die braucht man auch, denn man hängt auch gut mal kopfüber. Doch es wäre nicht der Papageienflug wenn das schon alles wäre, denn außerdem kann man seinen Papagei mit einem Hebel nach links oder rechts steuern und so zusätzlich Überschläge machen. Klingt nicht nur nach Spaß, sondern ist es auch. Das Fahrgefühl lässt sich kaum in Worte fassen und deshalb gehört es im Tatzmania zu meinem absoluten Highlight, das wir später erneut fahren.
Doch eine Sache fehlt uns noch, nämlich der Goldrusher. Hierbei handelt es sich um eine Stahlachterbahn mit einer steilen Abfahrt und ein paar schönen engen Kurven. Der Family- Coaster gehört neben dem Papageienflug zu den Attraktionen im Park mit Nervenkitzel und macht wirklich Spaß. Eine wilde und doch angenehme Fahrt die besonders bei den kleinen Fahrgästen die mitfahren dürfen, für viel Freude sorgt. Auch hier ist der Einstieg und Ausstieg problemlos. Am Ein- und Ausgang gibt es jeweils Treppenstufen, die keine Markierung haben, was aber bei dem Sonnenschein kein Problem war.