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Pressemeldung

  • 27. April 2023

Ein neues Langohr in der Wilhelma

Nachwuchs bei den Dorcasgazellen
Werbung - Dieser Beitrag wurde unterstützt
Aktualisiert am: 27.April 2023
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In der „Afrika-WG“, dem Gehege im oberen Teil der Stuttgarter Wilhelma, das sich Dorcasgazellen und Grevy-Zebras teilen, gab es Mitte April einen Neuzugang: Dorcasgazelle „Nadeli“ brachte ein weibliches Jungtier zur Welt, das von den Pfleger*innen „Peach“ getauft wurde. Noch liegt das kleine Gazellenmädchen zumeist im Stall, nur seine auffällig langen Ohren lugen bisweilen aus dem Stroh.

Die Jungtiere der zierlichen Gazellen, die bei der Geburt nur knapp 1,5 Kilogramm wiegen, sind sogenannte Ablieger: Nach der Geburt leckt die Mutter ihr Junges trocken und entfernt sich. In regelmäßigen Abständen kehrt sie zurück, säugt das Jungtier und verschwindet wieder. Was sich ziemlich herzlos anhört, ist ein Schutzmechanismus der Natur: Da das Jungtier noch keinen Eigengeruch hat, können natürliche Feinde seine Witterung nicht aufnehmen. Bliebe die Mutter in der Nähe, würde sie das wehrlose Jungtier gefährden. Auch unsere heimischen Rehe verhalten sich so.

Feinde, die der kleinen Gazelle nach dem Leben trachten, gibt es im Afrikagehege natürlich nicht. Dafür aber die großen, neugierigen Grevy-Zebras. „Die merken natürlich gleich, wenn ein neues Tier da ist, und wollen es kennenlernen“, erklärt Kuratorin Dr. Ulrike Rademacher. „Deshalb sollte das Jungtier schnell und wendig genug sein, bevor es raus ins Gehege kommt, damit es sich aus dem Staub machen kann, wenn es ihm zu viel wird.“ Innerhalb der knapp 1400 Quadratmeter großen Afrikaanlage liegen zwei Pflanzinseln, die für die Gazellen, aber nicht für die Zebras zugänglich sind. Zusätzlich gibt es ein separates Gehege für die Dorcas, mit einem schmalen Zugang, der den großen Streifenträgern den Durchgang verwehrt.

Die Wilhelma ist der einzige Zoo in Deutschland, der die grazilen Dorcasgazellen hält. Vor 15 Jahren kamen die ersten Tiere aus Spanien nach Stuttgart. Seitdem wurden 17 Jungtiere geboren, die zumeist an andere Zoos abgegeben wurden. Die Dorcasgazelle stammt aus Nordafrika und Vorderasien, wo sie in Wüsten und Halbwüsten zu Hause ist. Mit ihrem sandfarbenen Fell ist sie hervorragend an ihr Habitat angepasst – auch dass Wasserstellen in der Wüste rar gesät sind, stört sie nicht. Ihren Flüssigkeitsbedarf kann sie auch aus ihrer Nahrung, sukkulenten Wüstenpflanzen und dem Morgentau decken. Der Name Dorcasgazelle ist übrigens doppelt gemoppelt, ein sogenannter Pleonasmus: Gazelle ist aus dem arabischen ghazal abgeleitet, dorkas nennen die Griechen die zierliche Antilopenart.

Vermutlich nach etwa sechs Wochen folgt die kleine „Peach“ ihrer Mutter auf die große Außenanlage und wird dann auch für die Wilhelma-Besucher*innen zu sehen sein. Der genaue Zeitpunkt hängt dabei unter anderem vom Wetter ab. „Es muss draußen warm sein, damit das Jungtier nicht zu lange auf dem kalten Boden liegen muss“, sagt Dr. Ulrike Rademacher.

Ein neues Langohr in der Wilhelma

In der „Afrika-WG“, dem Gehege im oberen Teil der Stuttgarter Wilhelma, das sich Dorcasgazellen und Grevy-Zebras teilen, gab es Mitte April einen Neuzugang: Dorcasgazelle „Nadeli“ brachte ein weibliches Jungtier zur Welt, das von den Pfleger*innen „Peach“ getauft wurde. Noch liegt das kleine Gazellenmädchen zumeist im Stall, nur seine auffällig langen Ohren lugen bisweilen aus dem Stroh.

Die Jungtiere der zierlichen Gazellen, die bei der Geburt nur knapp 1,5 Kilogramm wiegen, sind sogenannte Ablieger: Nach der Geburt leckt die Mutter ihr Junges trocken und entfernt sich. In regelmäßigen Abständen kehrt sie zurück, säugt das Jungtier und verschwindet wieder. Was sich ziemlich herzlos anhört, ist ein Schutzmechanismus der Natur: Da das Jungtier noch keinen Eigengeruch hat, können natürliche Feinde seine Witterung nicht aufnehmen. Bliebe die Mutter in der Nähe, würde sie das wehrlose Jungtier gefährden. Auch unsere heimischen Rehe verhalten sich so.

Feinde, die der kleinen Gazelle nach dem Leben trachten, gibt es im Afrikagehege natürlich nicht. Dafür aber die großen, neugierigen Grevy-Zebras. „Die merken natürlich gleich, wenn ein neues Tier da ist, und wollen es kennenlernen“, erklärt Kuratorin Dr. Ulrike Rademacher. „Deshalb sollte das Jungtier schnell und wendig genug sein, bevor es raus ins Gehege kommt, damit es sich aus dem Staub machen kann, wenn es ihm zu viel wird.“ Innerhalb der knapp 1400 Quadratmeter großen Afrikaanlage liegen zwei Pflanzinseln, die für die Gazellen, aber nicht für die Zebras zugänglich sind. Zusätzlich gibt es ein separates Gehege für die Dorcas, mit einem schmalen Zugang, der den großen Streifenträgern den Durchgang verwehrt.

Die Wilhelma ist der einzige Zoo in Deutschland, der die grazilen Dorcasgazellen hält. Vor 15 Jahren kamen die ersten Tiere aus Spanien nach Stuttgart. Seitdem wurden 17 Jungtiere geboren, die zumeist an andere Zoos abgegeben wurden. Die Dorcasgazelle stammt aus Nordafrika und Vorderasien, wo sie in Wüsten und Halbwüsten zu Hause ist. Mit ihrem sandfarbenen Fell ist sie hervorragend an ihr Habitat angepasst – auch dass Wasserstellen in der Wüste rar gesät sind, stört sie nicht. Ihren Flüssigkeitsbedarf kann sie auch aus ihrer Nahrung, sukkulenten Wüstenpflanzen und dem Morgentau decken. Der Name Dorcasgazelle ist übrigens doppelt gemoppelt, ein sogenannter Pleonasmus: Gazelle ist aus dem arabischen ghazal abgeleitet, dorkas nennen die Griechen die zierliche Antilopenart.

Vermutlich nach etwa sechs Wochen folgt die kleine „Peach“ ihrer Mutter auf die große Außenanlage und wird dann auch für die Wilhelma-Besucher*innen zu sehen sein. Der genaue Zeitpunkt hängt dabei unter anderem vom Wetter ab. „Es muss draußen warm sein, damit das Jungtier nicht zu lange auf dem kalten Boden liegen muss“, sagt Dr. Ulrike Rademacher.

Bild von Michael
Michael
Ich bin Michael und der Inhaber von Freizeitpark Erlebnis. Bereits als Kind habe ich mich in einem Freizeitpark immer sehr wohl gefühlt. Meine Eltern haben mir immer ermöglicht mindestens 2 - 3 mal im Jahr einen Freizeitpark zu erkunden. Gemeinsam mit meinem Sohn habe ich diese Leidenschaft fortführen können und nun habe ich das große Glück mein Hobby zum Beruf zu machen. Durch mein tolles Team wachsen wir immer weiter und so sind auch Erlebnisse aus allen Bereichen bei uns vertreten. Das Thema Barrierefreiheit wird immer wichtiger bei uns und so lernen wir immer dazu. Danke an mein super Team und meine Eltern, die meine Leidenschaft für Freizeitparks & Erlebnisse entfacht haben.
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