Erfahrungsbericht
Das Musical „Die Eiskönigin“ mit Sehbehinderung erleben
2. November 2026 · von Jessica Gaßner
Ein Musical durch einen Tunnel betrachtet
Wie fühlt es sich an, in die eisige Welt von Arendelle einzutauchen, wenn man nur einen kleinen Ausschnitt davon sieht? Genau das durften wir herausfinden. Wir wurden eingeladen, uns das Disney-Musical „Die Eiskönigin“ im Stage Apollo Theater in Stuttgart aus der Perspektive von Menschen mit Sehbehinderung anzuschauen. Eine Einladung, über die ich mich riesig gefreut habe.
Kurz zu mir: Ich bin nachtblind und habe einen sogenannten Tunnelblick. Mein Gesichtsfeld beträgt nur noch 10 bis 15 Grad im Zentrum. Stellt euch vor, ihr schaut durch ein schmales Rohr in die Welt. Das macht vieles nicht ganz einfach, vor allem dann, wenn es dunkel ist, viele Menschen um mich herum sind und es eng wird. Also eigentlich genau die Zutaten, die ein großer Musicalabend so mit sich bringt.
In diesem Beitrag nehme ich euch mit auf meinen Abend: von der Anreise über das Foyer und die Suche nach unseren Plätzen bis zur Show selbst. Ich erzähle euch, was richtig gut funktioniert hat, wo ich an meine Grenzen gekommen bin und welche Angebote es für blinde und sehbehinderte Gäste gibt. Und so viel vorweg: Es war ein Abend voller Gänsehaut.
Anreise: kurze Wege, aber holpriges Pflaster
Für mich war es schon mal super entspannt, dass wir vom MASEVEN Stuttgart SI- Centrum zur Übernachtung eingeladen wurden. Das Hotel liegt direkt am SI-Centrum, der Weg zum Theater dauert keine 5 Minuten.
Wir waren im Herbst dort, und schon gegen 18 Uhr senkte sich die Dunkelheit über Stuttgart. Für mich als Nachtblinde ist das immer ein Thema. Wir sind deshalb bewusst früh losgegangen. Ich bereite mich auf Events ohnehin gerne intensiv vor, denn je besser ich weiß, was mich erwartet, desto entspannter kann ich den Abend genießen. Außerdem wollten wir uns vorher noch in Ruhe ein bisschen umschauen.
Unterwegs geht es über eine Ampel mit Leitsystem, was ich persönlich sehr hilfreich finde. Direkt zum Stage Apollo Theater gibt es dann allerdings kein Leitsystem mehr. Dazu kommt ein Pflaster, das es mit dem Langstock in sich hat: Die Spitze bleibt immer wieder in den Rillen hängen, und man kommt nur holprig voran.
Auf dem Hinweg war es zum Glück noch hell genug, da konnte der Stock in der Tasche bleiben. Nach der Vorstellung sah das anders aus. Im Dunkeln war ich auf ihn angewiesen, und genau da hat mich das Pflaster ein ums andere Mal ausgebremst.
Ankommen im Foyer: Atmosphäre mit Hürden
Als wir ankamen, war der obere Bereich noch gesperrt, also haben wir unten vor den Treppen gewartet. Schon hier spürt man die besondere Stimmung: Die Beleuchtung ist etwas gedimmt, alles wirkt ein bisschen festlich und geheimnisvoll. Richtig gefreut habe ich mich über einen ausgehängten Saalplan. So konnten wir in aller Ruhe schauen, wo unsere Plätze liegen, und ich hatte schon mal ein Bild im Kopf.
Treppen ohne Stufenmarkierung
Die Treppen haben einen guten Handlauf, und der war für mich Gold wert. Die Stufen sind nämlich komplett rot und haben keine Stufenmarkierung. Wo eine Stufe aufhört und die nächste beginnt, konnte ich kaum erkennen. Das gilt übrigens für alle Treppen im Theater. Außerhalb des Saals gibt es aber immerhin Handläufe, an denen ich mich entlanghangeln konnte.
Als der obere Bereich dann geöffnet wurde, ging in unserem Bereich kurz das Licht aus. Ganz dunkel war es nicht, man hat schon noch etwas gesehen. Aber zusammen mit den vielen Menschen, die sich gleichzeitig mit uns auf den Weg nach oben machten, war das für mich ein Moment der Überforderung. Ich kannte das Theater ja nicht. Am Ende hat es trotzdem gut geklappt, und oben angekommen konnte ich erst mal durchatmen.


Bildnachweis: Michael Töller
Früh da sein lohnt sich
Weil wir zu den Ersten gehörten, die oben ankamen, hatte ich Zeit, mich ausgiebig umzuschauen und mir alles einzuprägen. Micha, der das Musical schon gesehen hatte, gab uns außerdem einen echten Insidertipp: einen Stehtisch für die Pause reservieren, mit Getränken und Brezeln. Gesagt, getan. In der Pause stand dann alles für uns bereit, und wir mussten uns nicht ins Getummel an der Theke stürzen.
Toiletten: überall ein bisschen anders
Toiletten sind für mich immer eine kleine Entdeckungsreise, denn jede ist anders aufgebaut. Wo ist die Seife, wo hole ich mir die Papierhandtücher und wo werfe ich sie hinterher weg? Die Beleuchtung an den Waschbecken war hier angenehm hell, das hat mir geholfen. Nur den Handtuchabwurf musste ich kurz suchen: Er befand sich nicht unter dem Spender, sondern unter dem Waschbecken.
Das ist nur eine Kleinigkeit. Mir zeigt sie aber immer wieder, wie sehr eine einheitliche Anordnung helfen würde, gerade blinden Menschen, die sich selbstständig zurechtfinden möchten.
Gedränge vor dem Einlass
Kurz bevor sich die Saaltüren öffneten, füllte sich das Foyer mehr und mehr, und ich merkte, wie ich langsam an meine Grenzen kam. „Die Eiskönigin“ ist natürlich bei Kindern unglaublich beliebt, und überall wuselten kleine Annas und Elsas herum. So schön das ist: Sie sind nicht auf meiner Augenhöhe und tauchen in meinem kleinen Sichtfeld einfach nicht auf. Ich hatte ständig Sorge, versehentlich ein Kind umzurennen. Also habe ich mich am Handlauf oder an Micha festgehalten, und so ging es dann.
Angebote für blinde und sehbehinderte Gäste
Schon vor unserem Besuch haben wir uns informiert, was das Theater für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit anbietet. Die Idee dahinter gefällt mir sehr: Dinge, die man nicht oder nur schwer sehen kann, auf eine andere Art erlebbar machen.
Die Fühlkästen im Foyer
Im Foyer warten zwei Fühlkästen darauf, entdeckt zu werden. Man sieht nicht, was drin ist, sondern greift hinein und lässt die Hände erzählen. In einem Kasten steckt eine Perücke von Elsa, im anderen liegen verschiedene Stoffe, aus denen die Kostüme gefertigt sind.
Ich fange mal mit der Perücke an, und ich muss gestehen: Die fand ich ein bisschen gruselig. Man greift ahnungslos hinein und landet erst mal auf einem Kopf, auf dem die Perücke sitzt. Im ersten Moment zuckt man da schon kurz zurück. Als ich mich dann vorsichtig weitergetastet habe, haben sich meine Finger prompt in den ziemlich zerzausten Haaren verheddert. Elsa hätte vermutlich ihre Eiskräfte gebraucht, um das wieder zu entwirren.
Der Kasten mit den Stoffen hat mich dagegen richtig begeistert. Ich habe mir Zeit gelassen, die unterschiedlichen Materialien zwischen den Fingern zu reiben und ihre Oberflächen zu ertasten. Plötzlich bekommt man ein Gefühl dafür, wie sich die Kostüme anfühlen, die man später auf der Bühne sieht oder eben nur erahnt. Für mich war das eine schöne Brücke zwischen dem, was ich sehe, und dem, was mir sonst entgehen würde. Und für blinde Gäste ist es eine wunderbare Möglichkeit, die Welt der Eiskönigin buchstäblich zu begreifen.
Die App Earcatch
Das zweite Angebot passt in jede Hosentasche: Mit der kostenlosen App Earcatch kann man sich bei Musicals, wie der Eiskönigin, eine Audiodeskription anhören. Die Texte beschreiben Handlung, Bühnenbilder, das Aussehen der Darstellerinnen und Darsteller sowie Mimik und Gestik. Sie laufen in den Pausen zwischen Dialogen und Liedern, sodass man von der Musik nichts verpasst (Stuttgarter Zeitung).
Zur Vorbereitung hat die App bei uns wunderbar funktioniert. Schon vorab kann man sich anhören:
- eine allgemeine Einführung ins Stage Apollo Theater
- die Handlung als Kurz- und als Langfassung
- die Haupt- und Nebenfiguren mit ihrem Charakter und Aussehen
- das Bühnenbild und allgemeine Informationen
Besonders die Beschreibungen der Figuren haben mir gefallen. Wer noch schlechter sieht als ich oder blind ist, kann sich so schon vor dem Besuch ein Bild von Anna, Elsa und Co. machen und geht ganz anders vorbereitet in die Show.
Während der Show soll die Audiodeskription dann live und synchron zum Bühnengeschehen laufen. Dazu öffnet man in der App „Disney’s Die Eiskönigin“ und tippt auf Abspielen (150 Minuten). Die App fordert einen auf, sich mit dem Theater-WLAN zu verbinden, was bei uns automatisch klappte. Ein Erklärvideo führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung, und genau so sind wir auch vorgegangen.
Leider flogen wir irgendwann wieder raus und kamen nicht mehr hinein. Wer den Saal verlässt, muss sich danach ohnehin neu anmelden. Also haben wir in der zweiten Hälfte einen neuen Anlauf gestartet, aber auch da wollte es einfach nicht klappen. Eigentlich wollten wir am Merchandise-Stand nachfragen, doch dort war in der Pause so viel los, dass wir es gelassen haben.
Das fand ich wirklich schade. Wir hätten so gerne erlebt, wie sich die Live-Beschreibung anfühlt: Hilft sie, mehr von der Bühne mitzubekommen? Wie viel wird nebenher gesprochen? Und stört sie vielleicht sogar?
Gut zu wissen: Wer keine eigenen Kopfhörer dabei hat, kann sich vor Ort welche ausleihen. Und bei Problemen mit der Einrichtung helfen die Mitarbeitenden am Merchandise-Stand oder im Theater gerne weiter.


Bildnachweis: Michael Töller
Platzsuche und Sicht: Warum vorne nicht immer besser ist
Dann hieß es endlich: Einlass! Es gibt mehrere Zugänge zum Saal, und über jedem steht gut sichtbar, welche Reihen und welche Seite man darüber erreicht. Das fand ich richtig praktisch. Weil ich mir den Saalplan vorher schon angeschaut hatte, wusste ich ungefähr, wohin wir mussten, und wir hatten unseren Eingang schnell gefunden.
Spannend wurde es für mich dann im Saal selbst. Die Stufen haben keinen gleichmäßigen Abstand, besonders weit vorne nicht. Einen Handlauf, an dem ich mich sonst so gerne festhalte, gibt es dort nicht, und das Licht ist stimmungsvoll gedimmt. Also habe ich mich Schritt für Schritt mit den Füßen vorgetastet, um nicht zu stolpern. Dass wir so früh dran waren, hat mir hier sehr geholfen. Hätten viele Menschen vor mir die Treppe hinuntergedrängt, hätte ich die Stufen vermutlich gar nicht mehr gesehen.
Erste Reihe? Für mich lieber nicht
Oft hört man, die erste Reihe sei ideal für Menschen mit Sehbehinderung. Das stimmt aber nicht für alle. Mit meinem eingeschränkten Gesichtsfeld ist es genau umgekehrt: Je weiter ich weg sitze, desto mehr passt von der Bühne in meinen kleinen Ausschnitt. Wir haben uns die vorderen Reihen kurz angeschaut, und mir war sofort klar, dass ich von dort vom Gesamtbild kaum etwas mitbekommen hätte.
Unsere Plätze waren in Reihe 14. Die Sicht von dort ist grundsätzlich wirklich perfekt, für mich aber eben nur mit Einschränkungen. In der Pause sind wir neugierig geworden und haben noch den ersten Rang getestet. Ganz hinten in der letzten Reihe haben wir uns hingesetzt und waren beide angetan. Beim nächsten Besuch buche ich definitiv weiter hinten.
Schön fand ich übrigens auch die Haltung von Stage Entertainment: Dort spricht man ganz bewusst keine pauschalen Platzempfehlungen für Gäste mit Sehbehinderung oder eingeschränktem Gesichtsfeld aus. Denn jede und jeder nimmt die Bühne anders wahr, und die Sitzplatzwahl ist am Ende etwas ganz Persönliches. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur unterschreiben.


Bildnachweis: Michael Töller
Die Show: Was ich gesehen, gehört und gefühlt habe
Die Geschichte kennen die meisten wahrscheinlich: Elsa hat seit ihrer Geburt magische Eiskräfte. Nach einem Streit mit ihrer Schwester Anna lässt sie versehentlich einen ewigen Winter über das Königreich Arendelle hereinbrechen und flieht. Anna macht sich auf die Suche nach ihr und trifft dabei Kristoff, sein Rentier Sven und den liebenswerten Schneemann Olaf. Mehr will ich gar nicht verraten.
Wie viel nehme ich eigentlich wahr?
Ich schaue nicht starr auf einen Punkt, sondern lasse meine Augen über die Bühne wandern. Dadurch setze ich mir nach und nach ein Bild zusammen und nehme mehr wahr, als man vielleicht denkt. Besonders gut funktioniert haben für mich Szenen mit einem zentralen Spot, in denen eine oder zwei Personen nah beieinander standen. Auch in den ruhigeren Momenten war ich ganz nah dran.
Schwieriger wurde es, wenn viele Menschen gleichzeitig auf der Bühne standen, tanzten oder das Geschehen weit auseinander lag. Dann noch das Bühnenbild im Blick zu behalten, das sich ständig verwandelt, habe ich oft nicht unter einen Hut bekommen. Das fand ich schade, denn alles war so faszinierend, dass ich am liebsten jedes Detail aufgesaugt hätte.
Aber ein Musical ist eben so viel mehr als das, was man sieht. Es ist die Atmosphäre im Saal, die Musik, die Stimmen und dieses Kribbeln, wenn ein Song einen mitten ins Herz trifft.
Die erste Hälfte
Die Kostüme und Kleider sind ein Traum, und das Bühnenbild verwandelt sich in kürzester Zeit von einer Szene in die nächste. Die gesangliche Leistung hat mir mehr als einmal Gänsehaut beschert. Ich war vom ersten Moment an mitten in der Geschichte. Es war witzig, unterhaltsam und dann wieder so emotional, dass es mich tief berührt hat. Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich die Szenen mit der kleinen Anna und der kleinen Elsa. Einfach unglaublich schön.
Die erste Hälfte endet mit der großen Szene, in der Elsa ihren Eispalast erschafft. Was für ein Moment! Ich saß da mit Gänsehaut am ganzen Körper und war total abgeholt.
Die Pause
Kaum gingen die Lichter an, setzte sich der ganze Saal in Bewegung. Und genau hier habe ich gemerkt: Jetzt brauche ich Hilfe. Wenn viele Menschen gleichzeitig in dieselbe Richtung wollen, komme ich kaum durch. Ich habe mich bei Micha eingehakt und mich durch die Menge lotsen lassen. Allein wäre es mit viel Hin- und Herschauen vermutlich irgendwie gegangen, aber sicher gefühlt hätte ich mich nicht. Und darum geht es ja: den Abend genießen zu können.
Unser reservierter Stehtisch mit Getränken und Brezeln wartete schon auf uns, und das war in diesem Trubel wirklich Gold wert. Ansonsten war es im Foyer sehr wuselig und voll, auch der kurze Weg zur Toilette war entsprechend anstrengend.


Bildnachweis: Michael Töller
Die zweite Hälfte und das Finale
Die zweite Hälfte kommt für mich nicht ganz an die erste heran, weil dort viele der bekannten Lieder aus dem Disney-Film stecken. Doch dann kommt das Finale, und das haut einen einfach um. Es ist gigantisch, und auf der Bühne passiert so viel gleichzeitig, dass man kaum weiß, wohin man schauen soll. Ein Extralob geht an das Orchester: Was die Musikerinnen und Musiker an diesem Abend geleistet haben, ist einfach unglaublich.
Mein Fazit zur Barrierefreiheit
Ich finde es großartig, dass sich das Stage Apollo Theater Gedanken darüber macht, wie auch Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit die Show erleben können. Die Live-Audiodeskription ist eine tolle Idee, um sich erklären zu lassen, was auf der Bühne passiert. Schade, dass sie bei uns nicht funktioniert hat. Die Vorbereitung über die App war dagegen ein echter Gewinn. Und die Fühlkästen zeigen schön, dass man ein Musical auch mit anderen Sinnen erleben kann.
Was niemand ändern kann: Bei einem so beliebten Musical sind viele Menschen da. Für mich ist das unübersichtlich und anstrengend. Aber genau diese vielen Menschen machen ja auch die besondere Atmosphäre aus, und es ist doch schön, dass so viele dieses Erlebnis teilen.
Einen Punkt möchte ich aber deutlich ansprechen: die fehlenden Stufenmarkierungen. Dass sich im Saal nicht überall Handläufe anbringen lassen, verstehe ich gut. Kontrastreiche Markierungen an den Stufenkanten wären aber eine große Hilfe, gerade weil die Stufen im Saal unregelmäßig verlaufen. Dort habe ich mich wirklich unsicher gefühlt, und mit einer kleinen Veränderung ließe sich viel bewirken.
Meine Tipps für euren Besuch mit Sehbehinderung
- Früh kommen: Wer unter den Ersten ist, kann sich in Ruhe orientieren und meistert Treppen und Saal ohne Gedränge.
- Platz bewusst wählen: Mit eingeschränktem Gesichtsfeld sieht man von weiter hinten oft mehr. Probiert aus, was für euch passt.
- Pausentisch reservieren: Ein reservierter Stehtisch mit Getränken erspart das Anstehen im vollen Foyer.
- Earcatch vorher installieren: Die Einführungen zu Figuren, Handlung und Bühnenbild lassen sich schon zu Hause anhören. Kopfhörer gibt es notfalls vor Ort.
- Hilfe einplanen: In der Pause und beim Rausgehen wird es eng. Eine Begleitperson zum Einhaken gibt Sicherheit.
Mein Fazit zur Show: einfach überwältigend
Überwältigend und mitreißend, anders kann ich es nicht beschreiben. Vor vielen Jahren habe ich „Der König der Löwen“ in Hamburg gesehen und war schon damals hin und weg. Aber „Die Eiskönigin“ hat mich noch einmal auf eine ganz eigene Art gepackt.
Ja, ich habe nicht jede Szene so wahrnehmen können, wie ich es mir gewünscht hätte. Und trotzdem bin ich mit so vielen Eindrücken nach Hause gegangen: die funkelnden Kostüme, die großartigen Stimmen, die Musik, die mich durch den Abend getragen hat, und all die Emotionen. Beim nächsten Mal setze ich mich einfach ein paar Reihen weiter nach hinten und schaue, wie viel mehr Zauber dann in meinen Tunnel passt.
Wer das Musical noch sehen möchte, sollte sich beeilen: In Stuttgart läuft es nur noch bis Ende Januar 2027, laut Spielplan ist der 31. Januar der letzte Termin. Meine klare Empfehlung: Macht das! Es ist ein gigantisches Erlebnis.




Bildnachweis: Michael Töller
