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Barrierefreiheit:
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Erfahrungsbericht

Herzblut, Sonnenblumen und Hochtechnologie: Mein Check in der Barclays Arena Hamburg

11. Mai 2026 · von Michael

Der „Sunflower-Effekt“ direkt am Empfang

Ein starkes Erlebnis fängt beim Ankommen an. In der Barclays Arena wird man direkt am Eingang und beim Security-Check vom Sunflower-Logo begrüßt – man weiß sofort: Hier bin ich richtig. Es war toll zu sehen, dass das Angebot wirklich genutzt wird: Während ich mit Lina Kröplin sprach, holten sich zwei Gäste ihre Bänder am Counter ab. Mit über zehn ausgegebenen Lanyards pro Event zeigt die Arena, dass sie ein sicherer Hafen für Menschen mit unsichtbaren Beeinträchtigungen ist.

Barrieren erkennen und abbauen

Barrierefreiheit heißt auch, Stolperfallen im Blick zu haben, die auf den ersten Blick vielleicht klein wirken, aber große Auswirkungen haben. Aktuell gibt es noch Kabelbrücken im Außenbereich, die für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollatoren eine Hürde darstellen können. Das Team ist hier jedoch extrem proaktiv: Diese Brücken sollen zeitnah entfernt werden, um einen komplett ebenerdigen und freien Zugang zu garantieren. Genau das ist die „Manufaktur“-Arbeit, die ich meine: Genau hinschauen und konsequent optimieren.

Sicherheit im Detail: Licht und Handläufe

Ein großes Lob verdient die Beleuchtungssituation während der Veranstaltung. Die Treppenaufgänge sind breit und hervorragend ausgeleuchtet – ein kritischer Punkt, der hier vorbildlich gelöst wurde. In den Treppenbereichen bieten stabile Handläufe beim Ein- und Ausstieg aus den Sitzreihen wichtige Sicherheit. Auch wenn diese baubedingt nicht überall durchgehend verlaufen, bieten sie genau dort Halt, wo er beim Manövrieren in den Blöcken am dringendsten benötigt wird.

Das intelligente Netz hinter den Kulissen

Was mich sehr beeindruckt hat, ist die operative Vernetzung der Ordner. Jeder Ordner an jeder Tür fungiert als aufmerksamer Ankerpunkt.

Wenn ein Gast Hilfe braucht oder im falschen Block landet, muss der Ordner seinen Posten nicht verlassen – er ruft per Funk Verstärkung oder falls notwendig das Awareness-Team, das innerhalb kürzester Zeit übernimmt Dieses über Jahre gereifte System ist extrem smart und sorgt dafür, dass Hilfe genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird, ohne den Betrieb zu stören.

Ehrliche Beratung auf Augenhöhe

Wir haben uns auch intensiv den Ruheraum angeschaut, der als Rückzugsort bei Reizüberflutung dient. Hier war ich gewohnt direkt und kritisch: Ein Rückzugsort muss mehr sein als nur funktional, er braucht eine beruhigende Atmosphäre. Dass meine Anregungen zur Gestaltung von Lina Kröplin und ihrem Team so offen und dankbar aufgenommen wurden, zeigt die wahre Qualität der Arena: Hier wird nicht nach Ausreden gesucht, sondern nach Lösungen.

Mein Fazit:

Die Barclays Arena zeigt, wie man Inklusion durch Herzblut und Technik skalierbar macht. Von den kostenlosen Hygieneartikeln an der Info bis zum funkvernetzten Awareness-Team: Hier wird Barrierefreiheit als Gesamtkunstwerk begriffen. Ich freue mich darauf, dieses Team weiterhin beratend zu unterstützen!

Mein Besuch in der Barclays Arena Hamburg

Bildnachweis: Michael Töller