Der Himmel unter Wasser

Die Sterne der Meere im SEA LIFE Königswinter

Während ihre Namensgeber am Nachthimmel leuchten, faszinieren auch die tierischen Exemplare in verschiedensten Farben, Größen und Formen – die Seesterne. Mit dem Einzug von mehr als 20

bunten Stachelhäutern wurde jetzt die neue Sonderausstellung

„Sterne der Meere“ im SEA LIFE Königswinter eröffnet.

Egal ob Chocolate Chip Seestern, Eis – oder großer, pinker Seestern –

die Stachelhäuter existieren zwar schon seit über 300 Millionen Jahren, sind jetzt aber die jüngsten Bewohner des Großaquariums am Rhein.

„Wir sind stolz, mit den Sternen der Meere, die heimlichen „Stars“ aus den Tiefen nach Königswinter zu holen und Groß und Klein ein neues Highlight unsererAusstellung zu präsentieren“, freut sich Frank Wohlrab

, General Manager des SEA LIFE. Die Sonderausstellung bietet neben einem kleinen Tunnel und einem tropischen Erlebnistank viele interaktive Elemente zum Entdecken der Lebensweise der Sterne.

„Besonders freut es uns, dass die Kinder des Kindergartens St. Adelheidis aus Küdinghoven uns tatkräftig bei der Enthüllung der Becken geholfen haben“, so Wohlrab weiter. Während der Chocolate Chip Seestern in seinem Aussehen einem leckeren Schokokeks ähnelt,

ist der Eisseestern als gefürchteter Räuber bekannt. Auch die andere

n Exemplare erscheinen in den verschiedensten Farben, Größen und Formen. Doch das ist nicht ihre einzige Besonderheit:
„Seesterne können nicht schwimmen. Sie kriechen eher auf dem Meeresgrund voran“, weiß Tom Lau, biologisch-technischer Leiter

des SEA LIFE Königswinter. „Dazu nutzen sie unzählige Saugfüßchen, die es ihnen ermöglichen, am Boden zu haften. So laufen sie fast.“ erklärt Lau weiter. Doch nicht nur ihre Fortbewegung, sondern auch das

Verteidigungsverhalten der Seesterne ist außergewöhnlich: Wenn sie bedroht oder angegriffen werden, können sie einen Arm einfach ab werfen, der wiederum nachwächst.

 

Dieser Schutzmechanismus wird in den gut beschützen Becken des Königswinterer Großaquariums zwar nicht zu sehen sein, doch ihr Fressverhalten ist ein nicht minder interessantes Schauspiel:

Wenn Seesterne ihr Lieblingsessen, Schnecken und Muscheln im Meer erspähen, öffnen sie diesen mit den kräftigen Saugfüßchen, stülpen den Magen durch ihren Mund nach außen und „vorverdauen“

die Nahrung dann außerhalb ihres eigenen Körpers.