Bobbejaanland Besuch am 14.06.2015

Wer oder was ist Bobbejaan?

Dieser Freizeitpark in Belgien wurde 1961 von dem belgischen Sänger und Entertainer Bobbejaan Schoepen erbaut. Damals gab es einen 2,2 km langen Sandstrand, Wasserspaß, kleine Attraktionen und ein Varieté. Schoepen nutze dies für seien Auftritte.

Schoepen war mit Gottlieb Löffelhardt befreundet (damals Inhaber des Freizeitpark Phantasialand). Dieser riet ihm damals den Park zu einem Familien- und Freizeitpark auszubauen, was dann auch schrittweise geschah.

Bobbejaanland ist so zu einer touristischen Attraktion in den Beneluxländern geworden, wobei man auch in den Grenzgebieten Frankreichs und Deutschlands immer mehr von diesem Park hört.

Die spanische Gruppe Parques Reunidos hat das Bobbejaanland 2004 übernommen. Zu der Gruppe gehört auch der Movie Park Germany.


Parken im Bobbejaanland

Die Parkplätze sind direkt vor dem Eingang und man zahlt aktuell 8€ (Stand: Sommer 2015). Man kann in den Shops oder an der Kasse eine Parkmünze kaufen. Diese ist doppelt so groß wie ein 2€ Stück. Wir hatten keinerlei Staus bei der An- und Abreise.

Gestaltung des Parks

Uns ist aufgefallen, dass sehr viele Blumen und Pflanzen den Park verzieren. Das sieht sehr schön aus und mit dem See in der Mitte, ist der Park wirklich auch schön anzusehen und alles ist gut verteilt. Man sieht viele Attraktionen nicht direkt und ich finde die Gestaltung gelungen. So hat man immer mal wieder etwas Erholung auf dem Weg.

Wartezeiten

Der schmale Bereich am See ab dem Kinderland bis zum Haupteingang war bei unserem Besuch erstaunlich leer. Wir mussten so an den dort befindlichen Attraktionen kaum warten. An den Hauptattraktionen war natürlich mehr los. Die längste Wartezeit hatten wir bei „The Forbidden Caves“ (45 Minuten) und leider auch bei unserer ersten Fahr des Tages, dem „Monorail“ (20 Minuten).

Ansonsten ging alles recht zügig voran. Teilweise konnte man sogar so durchgehen. In der Mittagszeit war es an den Imbisskassen sehr voll. Dort musste man für eine Portion Pommes sicher auch 15 Minuten anstehen.

Was kostet der Spaß?

Hier geht es nach der Größe:

(Stand Sommer 2015)

ab 1,00m – 1,39m => ab 25,90€ (je nachdem, wann man die Karte kauf wird es billiger)

Ab 1,40m => ab 25,90€ (je nachdem, wann man die Karte kauf wird es billiger)

An der Tageskasse hätten wir zusammen rund 70€ (mit Parken) bezahlt.
Hätten wir etwas gegessen (Menü Pommes, Burger und Getränk oder Kids Box) und noch ein Eis geholt, wären wir bei rund 100€ gelandet.

Wer die Tickets rechtzeitig oder in einer Aktion kauft, Getränke und Essen mit nimmt und auf Souvenirs verzichtet, kann auch mit rund 50€ einen tollen tag haben (2 Personen).

Shops

Die gibt es hier natürlich ebenfalls, so wie in allen Parks. Was man braucht oder nicht braucht… dazu will ich mich hier gar nicht äußern. Ich finde aber viele Artikel die einfach dazu gekauft werden quatsch. Oft haben sie mit dem Park nichts zu tun. Gut hingegen finde ich Postkarten, Magnete, Maskottchen vom Park, Textilien (hier kann man sie sogar mit Namen besticken lassen). Ich kläre das vorher immer ab, ob wir was kaufen und wenn dann wird das beim Verlassen des Parks gemacht. Zum einen will ich die Sachen nicht den ganzen Tag durch die gegen tragen, zum Anderen ist es dann auch ein Abschluss vom Tag.

Unser Tag

Nach gut 2 Stunden Fahrt waren wir gegen 11:30 vor Ort. Der Parkplatz B (direkt vor dem Eingang) war bereits voll und so mussten wir auf C ausweichen. Nach gut 5 Minuten Fußweg waren wir an der Kasse. Dort haben wir viele gesehen, die Coupons ausgedruckt haben. Wir hatten ja auch auf die vergünstigten Tickets hingewiesen. Falls Ihr dazu fragen habt, könnt Ihr uns gerne anschreiben.

Als wir drinnen waren, wurde ein Foto gemacht, was man dann später am Abend kaufen konnte. Man bekommt einen Zettel in die Hand gedrückt mit einer Nummer und am Ausgang sind dann abends die Bilder, die man dann kaufen kann.

Wohin gehen wir zuerst? Beide waren wir noch nie hier und viel gehört haben wir bisher auch nicht, also einfach mal drauf los. Wie wäre es mit einer Fahrt mit der „Monorail“? Leider war das keine so gute Idee, weil wir dort erst einmal gut 20 Minuten warten mussten. Das Problem war hier, dass niemand wusste wann der nächste Zug kommt und ob überhaupt einer fährt.

Als er dann endlich kam, sind wir nur bis zur ersten Station gefahren. Die erste Zeit fährt man nur über den Parkplatz und am Park vorbei, also eher weniger spannend. Danach geht es weiter an „King Kong“ und „The Forbidden Caves“ vorbei bis zur Westernstadt, oder wie es hier heißt „Cowboy Town“.

Wir steigen aus und schauen uns um. Das Riesenrad sieht auch klasse aus, aber dazu später mehr. Also geht es erst einmal ein Stück zurück und ab zu

„King Kong“

Hier warten wir nur kurz und können uns dann schnell in die Luft heben lassen. Das sieht schon klasse aus und macht auch Spaß. Wenn man auf Kopfhöhe ist, könnte man fast glauben das „King Kong“ echt ist. Die Umsetzung ist jedenfalls klasse und mal etwas Anderes. Wäre sicherlich auch für den Movie Park was gewesen, da hätte es zumindest Thematisch toll rein gepasst. Die Fahrt ist recht schnell zu Ende und man wird mit Nebel voll gepustet. Wir saßen zum Glück außen, aber die anderen mussten teilweise ganz schön husten (siehe Video).

Der Ausgang führt einen in eine große Halle. Hier gibt es viele Spielgeräte und Automaten (Getränke, Süßigkeiten, Spiele,…). Wir gehen einfach mal durch die Hallte und entdecken die

„Banana Battle“

Diese Attraktion öffnet erst später. Man fährt mit den Booten eine feste Strecke ab und kann die anderen Boote nass spritzen. Das sieht nach Spaß und Nässe aus J

Doch wir gehen weiter durch die Halle und kommen zu

„Revolution“

Die Dunkelachterbahn ist schon etwas älter, aber bietet mal eine etwas andere Fahrt. Mit vielen Lichteffekten bestückt kommt man zuerst in eine große Halle. Man fährt immer Höher und Höher um dann im rasanten Tempo durch Tunnel und vorbei an weiteren Lichteffekten durch die Gegend zu „fliegen“. Sehr coole Achterbahn, aber nichts für kleine Kinder oder Menschen die mit Lichteffekten (Blitze, blinken,…) Probleme haben.

Anschließend will ich unbedingt zu

„The Forbidden Caves“

Hier stehen wir länger an, das wusste ich natürlich vorher. Wir waren letztes Jahr bei der Eröffnung im Movie Park, wo es die gleiche Attraktion gibt. Das Thema ist ein anderes, aber die Idee und die Technik sind identisch. Es handelt sich im groben um ein 3D Kino. Mit dem so genannten „Immersive Tunnel“ wird eine völlig neue Technik verwendet. Mit einem Wagen fährt man in diesen Tunnel rein und erlebt eine rundum Projektion. So ist man mitten im Geschehen und quasi live dabei.

Der Anstellgang ist lang. Wie lang kann man nicht sehen, weil dieser ziemlich verwinkelt ist und man nicht weit schauen kann. Wenn man es dann geschafft hat, steht man an einem Tor. Hier werden die Personen abgezählt die rein dürfen und dann heißt es warten. So ging es uns auch. Nach rund 40 Minuten … „Sorry full“. Aber nach 5 Minuten ging es dann schon wieder langsam weiter. Ein Mitarbeiter der Attraktion erzählt eine Geschichte. Was genau kann ich leider nicht sagen, weil ich die Sprache nicht beherrsche. Schaut Euch das Video dazu gerne an. Man kommt dann zu einem Aufzug, mit dem man viele hundert Meter in die Tiefe fährt. Gut gemacht und man glaubt wirklich, dass sich der Fahrstuhl bewegt. Unten angekommen geht man durch einen Gang. Hier geht die „Pre Show“ weiter. Es wird erzählt und dann kommt man wieder in eine neue Kammer. Hier wird ein kurzer Film gezeigt mit Sicherheitshinweisen (auch in Deutsch). Wenn Du Schwanger bist, ein Herzleiden hast, dies und das… ist jetzt der Zeitpunkt um umzukehren. Naja, haben wir nicht also öffnen sich die Tore zum Fahrgeschäft. Die 3D Brillen nimmt jeder vorher an sich und dann geht es auch schon los. Die kurze Fahrt endet und man verlässt die Attraktion und hat den Ausflug in diese gruselige Welt gut überstanden.

Dass diese Attraktion um einiges günstiger war als die Variante im Movie Park merkt man leider. Mit persönlich fehlte so ein wenig der rote Faden und die Thematisierung. Die war teilweise wirklich klasse, aber es fehlte irgendwie was. Man wurde so durch geschleust und wusste nicht so recht warum. Unser Fazit: Muss man gesehen haben, aber einmal reicht.

Das „Riesenrad“

Hoch hinaus wollten wir natürlich auch. Das Bobbejaanland von oben sehen. Erst jetzt sehen wir auch, wie schön das Bobbejaanland angelegt wurde. Der große See bildet das Zentrum und da herum findet man alle Attraktionen und Shows. Einfach schön und mitten in der Natur. Wir mussten nur 5 Minuten warten und hatten eine geniale Aussicht. Fazit: ein Muss!

Anschließend kommt man zu

„Big bang“

Diese gigantische Wasserrutsche ist ein echter Hingucker. Wir kennen diese bereits aus dem „Bubenheimer Spieleland“ und sparen uns die Fahrt, da es recht voll ist. In kleinen Booten saust man die Piste herab. Ein wirklicher Spaß für jedes Alter (kleinere Kinder nur in Begleitung Erwachsener)

Wir gehen wieder zurück und lassen „Cowboy Town“ hinter uns. Auch “Mexico Plaza“ lassen wir hinter uns liegen und gehen ins

„Kinderland“

Hier ist eine riesen Halle für die Kleinen aufgebaut. So sind sie vor Sonne und Regen geschützt und es finden sich genügend Ecken um abzuschalten. Die Spielwelten sind sehr groß und es gibt neben kleineren Karussells auch mehrere Spielplätze und Möglichkeiten zu toben, rutsche, Spaß haben. Auf mehreren Etagen hat man hier wirklich viele Möglichkeiten für Kinder von 2 – 10 würde ich sagen.

Das „Kinderland“ liegt ganz hinten am anderen Ende des Parks und so kommen wir nun auf die schmalere Seite des Sees. Hier gibt es weniger Platz, aber auch weniger Menschen und so können wir diese Seite empfehlen um mal abzuschalten. Hier ist wesentlich weniger los und alles entspannter.
Doch vorher geht es schnell auf

„Aztek Express“

Von jeder Kirmes kennt man dieses Fahrgeschäft. Dort ist es oft als „Wellenreiter“ bekannt und macht wirklich viel Spaß. Wer außen sitzt, bekommt das Gewicht der anderen zu spüren….
„Picknick“

Heißt hier eine große Wiese, wo man genau auch das machen darf und sollte. Wirklich eine schöne Ecke zum Relaxen und Mittagessen oder einen Snack aus der Kühltasche / dem Rucksack der Eltern.

„Oki Doki“

Diese tolle Achterbahn macht Spaß. Nicht zu wild, aber auch nicht langweilig. Eine wirkliche Familienattraktion und bei schönem Wetter ein Muss!

„Speedy Bob“

Die Fahrt mit dem „Speedy Bob“ ist da schon etwas wilder. Wir hatten Glück und durften sitzen bleiben. Eine Fahrt besteht aus 2 Runden und so konnten wir ganze 4 Runden diese Fahrt über den See genießen. Einfach ebenfalls Pflicht. Fazit: Der „Speedy Bob“ ist ein Muss!

Der „Indian River“

ist nun an der Reihe. Es scheint sich natürlich um eine Wasserbahn zu handeln, aber wir stehen vor einer großen Halle. Also eine Wasserbahn indoor?

Nach ca. 10 Minuten anstehen sind wir an der Reihe und tatsächlich handelt sich hier um eine Indoor Wasserbahn. Wirklich eine sehr schöne fahrt, schön thematisiert und auf jeden Fall zu empfehlen. Fazit: „Indian River“ ist ein MUSS

Hier gibt es auch wieder eine Station „Monorail“.
Im „El Paso“

Kehrt man zurück in eine andere Zeit. Es handelt sich hier um ein Fahrgeschäft, wo man durch verschiedene Szenarien fährt und versuchen muss, mit einer Pistole die Ziele zu treffen. Dann bewegen sich Puppen oder es kommt eine Musik und natürlich sammelt man Punkte.

Die Wagen sind wie von einer Kutsche und die Pistolen stammen aus dem wilden Westen.

Fazit: Wir hatten viel Spaß und sagen: ein MUSS!
Am „Theater“ vorbei geht es dann wieder Richtung Haupteingang

Wir schauen uns die Kinderkarussells an und finden sie auch irgendwie total süß.

„Flying Orca“

Direkt am See gelegen ist dieses Fahrgeschäft. Immer im Kreis geht es hoch und runter. Dies können die kleinen schon gut selbst mit einem Hebel bestimmen. Gegenüber gibt es weitere Fahrgeschäfte. Ob „Locomotion“, „Rode Baron“, „Convoy Trucks“ oder der Spielplatz. Hier wird wieder etwas für die Kleinen geboten zwischen 1 und 6 Jahren.

Das „Karussell“
Hier handelt es sich um ein Kettenkarussell, welches erst ab 1,40m alleine efahren werden darf. Es macht aber Freude und ist nicht zu hoch.

Von dort aus kann man auch gut die Achterbahn

„Typhoon“
Diese Achterbahn sieht irgendwie heftig aus…. Dieser erste Berg, das ist aber schon irgendwie ausgefallen… Man fährt im 90 Grad winkeln nach oben und dann direkt wieder bergab, Das sieht schon beeindruckend aus und für Lucas zu gefährlich, also warten wir mal bis er größer ist damit…
Fazit:

Wir hatten einen schönen Tag im Bobbejaanland. Die Website ist leider nicht so toll gepflegt was die Übersetzungen angeht, aber das wird sich wohl bald ändern. Auch erst im Nachhinein habe ich gesehen, dass man sich Menüs vorher kaufen kann. Man spart da einiges, aber die Frage ist doch immer, auf was habe ich Lust, denn was bringt es wenn ich beim Hamburgermenü 1,50€ spare und doch viel lieber etwas Anderes möchte? Also schwierig…

Man kann hier mit der Familie einen schönen Tag verbringen, da für jedes Alter etwas dabei ist. Im Park läuft überall Filmmusik, was ich sehr schön fand. Die Animation bestand aus Auftritten der Schlümpfe und ihren Assistentinnen…

Wir kommen auf jeden Fall gerne noch einmal, um die anderen Fahrgeschäfte zu testen, die wir nicht geschafft haben.