Taucher, Kraken und Biologen stimmten sich auf schönes Mai-Wetter ein und reinigten bei einem etwas verspäteten Frühjahrsputz die riesigen Fensterfronten der Becken im SEA LIFE Timmendorfer Strand. Was für Hausfrauen einen Albtraum bedeuten würde, glich hier eher einem kleinen Taucher-Urlaub.
Timmendorfer Strand, den 17. Mai 2017. Nach den ersten richtig warmen und sonnigen Mai-Tagen in Norddeutschland startet das SEA LIFE Timmendorfer Strand mit dem großen Reinemachen. 180 m² Fensterfläche wollen geputzt werden, da wird jede helfende Hand gebraucht. Gut, dass Oktopus „Otto von Unten“ gleich acht Tentakel hat mit denen er sein Becken ordentlich schrubben kann. Die Klobürste, die ihm der Biologische Leiter des SEA LIFE Timmendorfer Strand, Jens Hirzig, gegeben hat, findet der Kopffüßer besonders spannend. Sie wird genau untersucht und dann wird ordentlich „geputzt“. „Oktopoden sind sehr intelligente Tiere, die es mögen, vielseitig beschäftigt zu werden. Da ist die Putzeinlage eine sehr willkommene Abwechslung“, so Hirzig.
Doch nicht nur bei den Oktopoden der neuen Themenwelt „Oktopus Höhle“ stand das „Großreinemachen“ auf dem Programm, auch das 220.000 Liter fassende Ozeanbecken wurde von einem Taucher geschrubbt, was das Zeug hält. Mit Bürste und Unterwasserstaubsauger ausgestattet ging es auf Tauchstation. Die neugierige Meeresschildkröte Speedy war gleich zur Stelle, um das Ergebnis zu überprüfen, während die eher schüchternen Haie das Treiben aus der Ferne beobachtet haben. Aber am Ende freuen sich alle über glänzend polierte Scheiben.
Auch das Zuhause der beiden Zwergotterdamen Bonnie und Clyde stand auf dem Putzplan. Doch anders als im größten Becken des SEA LIFE Timmendorfer Strand war hier kein Tauchgang nötig. Biologin Cathrin Pawlak stieg mit Wathose und Hochdruckreiniger ausgerüstet in das Gehege und  hat Felsen und Co. von Ablagerungen und Algen befreit.